Woher stammen die Kurse und können sie manipuliert werden?

Wer über ein bisschen Erfahrung verfügt und bei verschiedenen Brokern mit Binären Optionen handelt, dem wird früher oder später auffallen, dass die Kurse der Basiswerte nicht eins zu eins übereinstimmen. Es wird sich dann automatisch die Frage gestellt, woher die Kurse eigentlich stammen und ob diese manipuliert werden können.

Grundsätzlich werden Binäre Optionen over the counter (OTC) gehandelt, sodass der Handel ausschließlich zwischen dem Broker (Emittent) und dem Trader stattfindet. Klassische Optionen werden hingegen an Terminbörsen gehandelt.

Die Kurse werden von den Brokern auf ihren Handelsplattformen gestellt. Die Trades werden also nicht an zentrale Handelsplätze weitergeleitet, sodass auch keine Ordergebühren anfallen. Die Kursversorgung hängt unter anderem davon ab, mit welcher Handelsplattform der Broker arbeitet. Zu den drei bekanntesten Anbietern gehören derzeit SpotOption, TRADOLOGIC und TechFinancials. Nur wenige Broker setzen auf Eigenentwicklungen.

Die Kurse werden dann von einem Datenprovider über eine Realtime-Datenanbindung bezogen. Alle großen und bekannten Broker arbeiten hier mit dem Anbieter Thomson Reuters, der als sehr zuverlässig gilt. Hier wird sehr genau darauf geachtet, dass die Kurse exakt festgestellt und übermittelt werden.

Laut Experten kommt es bei der außerbörslichen Kursfeststellung innerhalb von einer Sekunde höchstens mal zu einer minimalen Differenz von einem Punkt. Hier gibt es aber keine Manipulation. Der Grund für diese Verzögerung ist vielmehr technisch bedingt. Bedeutend sind hier die Internetverbindung, der Standort des jeweiligen Brokers und die Qualität des Broker-Servers.

Jeder offiziell regulierter Broker verdient auf legalem Wege sehr viel Geld und hat deshalb auch keinen Grund, seine Kunden zu betrügen. Hier gibt es also noch nicht mal einen Anreiz zum Betrug.

Click Here to Leave a Comment Below 0 comments

Leave a Reply: