Sind die Bonusbedingungen von Brokern Betrug?

Beim Binäroptionshandel liegen Hoffnung und Zweifel sehr nah beieinander. So wundert es nicht, dass immer wieder die Frage aufkeimt, ob es sich hierbei nicht doch um eine betrügerische Masche handeln könnte. Einige Verschwörungstheoretiker verbreiten in einschlägigen Foren auch immer wieder, dass Broker unseriös arbeiten würden. Meist geht es dann um negative Erfahrungen mit den Bonusbedingungen. Um Betrug oder Abzocke handelt es sich hier definitiv nicht, denn Fakt ist: Niemand wird dazu gezwungen, sich einen Bonus gutschreiben zu lassen. Und wer sich mit den Bonusbedingungen nicht auseinandersetzt, der ist selbst schuld.

Natürlich ist solch ein Bonus verlockend und gerade Anfängern fällt es schwer, diesen abzulehnen. Schließlich kann man mit mehr Kapital handeln. Vergessen wird dabei nur, dass der Bonusbetrag gewissen Bedingungen unterliegt, bevor eine Auszahlung möglich ist.

Das heißt, der Bonusbetrag steht zwar sofort zum Handeln bereit, eine Auszahlung kann aber erst beantragt werden, wenn dieser auch freigespielt wurde. Je nach Broker muss dieser Betrag 20- bis 50-fach umgesetzt werden.

Beispiel: Ein Trader zahlt 500 Euro bei einem Broker ein und erhält einen 50-Prozent-Bonus, also 250 Euro oben drauf. Nun stehen ihm insgesamt 750 Euro für das Trading zur Verfügung. Laut den Bonusbedingungen muss der Bonusbetrag 30-fach umgesetzt werden, was einem Handelsvolumen von 7.500 Euro entspricht. Nachdem der Trader 400 Euro verloren hat, verbleiben noch 350 Euro auf dem Handelskonto. Würde der Trader jetzt eine Auszahlung beantragen, hätte er lediglich einen Anspruch auf 100 Euro, da der Bonusbetrag von 250 Euro nicht korrekt umgesetzt wurde.

Sollte sich der Trader jetzt beim Broker beschweren und sich als Betrogener darstellen, so würde der Broker argumentieren, dass er die Bonusbedingungen gekannt hat. Hätte er vertragsgemäß weiter gehandelt und es geschafft, den Bonusbetrag entsprechend umzusetzen, so gäbe es auch kein Problem. Von Betrug kann hier nicht die Rede sein. Auch im Binäroptionshandel gibt es Spielregeln, die beachtet werden müssen.

Weiter ist zu beachten, dass ein Bonus nicht gleich Bonus ist. Es wird zwischen den folgenden Bonus-Arten unterschieden:

Cash-Bonus: Hierbei handelt es sich um die klassische Variante, bei der entweder ein prozentueller Zuschlag auf den Einzahlungsbetrag oder ein fixer Betrag vom Broker gewährt wird.

Nicht-Geld-Bonus: Hierbei wird dem Trader kein Geld gutgeschrieben. Vielmehr handelt es sich um Vergünstigungen oder Unterstützungsangebote in Form von Coachings oder das Bereitstellen von Handelssignalen. Bonusbedingungen gibt es hier nicht.

Sichere Trades: Viele Broker bieten Einsteigern eine bestimmte Anzahl an sicheren Trades an. Sollten diese im Verlust enden, so wird der Kapitaleinsatz wieder gutgeschrieben. In der Regel handelt es sich bei dieser Rückerstattung aber um Bonusgeld, das wiederum den Bonusbedingungen unterliegt.

Cashback: Trader, die dauerhaft größere Summen umsetzen, erhalten von einigen Brokern einen prozentualen Anteil ihrer Umsätze zurück. Auch diese Rückerstattungen unterliegen meist den Bonusbedingungen.

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