Erstellung des persönlichen Handelsplans

Egal, ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi – jeder braucht einen Handelsplan. Dieser kann auf unterschiedliche Art und Weise von sehr großem Nutzen sein. Besonders vorteilhaft ist, dass sich das Risiko wesentlich besser verwalten lässt. Nachweislich wird nämlich derjenige, der das Risiko im Vorhinein kennt, auch weniger Verluste machen.

Zunächst muss eine Risikobewertung für jeden einzelnen Trade erstellt werden, was zum Beispiel so aussehen könnte:

niedriges Risiko: 1-2 Prozent des Eigenkapitals

mittleres Risiko: 2-5 Prozent des Eigenkapitals

hohes Risiko: 5 bis 20 des Eigenkapitals

sehr hohes Risiko: über 20 Prozent des Eigenkapitals

Das Risiko muss sich kontinuierlich bewusst gemacht werden. So darf auch nicht das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) unterschätzt werden. Dabei ergibt sich das CRV aus dem Verhältnis des potenziellen Gewinns und dem potenziellen Verlust.

Angenommen der Gewinn liegt bei 65 bis 75 Prozent. Der Verlust liegt bei 100 Prozent, womit sich ein CRV von 0,65 bis 0,75 ergibt. Das heißt, es können 70 Cent je riskiertem Euro bei einem Trade gewonnen werden.

Beim klassischen Aktienhandel wird Anlegern ein CRV zwischen 2 und 4 empfohlen, womit der Binäroptionshandel als hochriskant einzustufen ist. Allerdings gibt es hier auch Mittel und Wege, um das Risiko zu minimieren.

Der nächste Schritt beim Erstellen des Handelsplans besteht darin, die Ein- und Ausstiegskriterien festzulegen. Gerade beim Ein- und Ausstieg entsteht oftmals Druck und Stress, den es zu vermeiden gilt. Wer sich nämlich diesen Gefühlen ergibt, wird irrationale Entscheidungen treffen, die geradeaus in den Verlust führen. Die Kriterien können individuell bestimmt werden, wie zum Beispiel, dass nur unter bestimmten Voraussetzungen Trades gesetzt werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, Gewinn- und Verlustlimits festzulegen.

Grundsätzlich kann der Handelsplan individuell gestaltet werden. Dabei sollten sich Trader die folgenden allgemeinen Fragen stellen:

Warum möchte ich mit dem Binäroptionshandel beginnen?

Wie empfinde ich das Risiko?

Wie viel Zeit kann ich den Binäroptionshandel investieren?

Über welche Kenntnisse verfüge ich? Wo besteht Nachholbedarf?

Wie viel Kapital steht mir zur Verfügung?

Was ist für mich ganz persönlich ein Erfolg?

In welcher Höhe kann ich Verluste verschmerzen?

Ziele sollten ganz klar definiert werden, denn nur so ist es möglich, durch den Handelsplan eine Strategie abzuleiten. Folgende Punkte sollten in den Handelsplan integriert werden:

Handelsstil: Festlegung einer Handelsstrategie sowie einer oder mehrerer Handelsarten. Niemals sollten Handelsarten aus einer Laune heraus ausprobiert werden.

Handelszeiten: Trader müssen sich mit den Handelszeiten und den jeweiligen Märkten vertraut machen. Ebenso müssen sie wissen, wodurch die Märkte beeinflusst werden.

Bedingungen: Trader müssen die Rahmenbedingungen für den Binäroptionshandel festlegen, worunter auch die Ein- und Ausstiegskriterien fallen.

Risikomanagement: Das Risiko muss zum Handelsstil des Traders passen. Sämtliche festgelegten Rahmenbedingungen müssen strikt eingehalten werden. Eine dieser Regeln könnte lauten: Laufen einige Trades in den Verlust, so dürfen keinesfalls unüberlegt neue Positionen eröffnet werden.

Testsystem: Viele Broker bieten ein kostenloses Demokonto an. Trader haben hier die Möglichkeit, ihren Handelsplan auszutesten und zu optimieren, bevor sie in den Echtgeldhandel einsteigen.

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